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Ganzheitliche Förderung

Über 40 Jahre  LRS-Klassen


Seit der Aufnahme der Arbeit der ersten LRS- Klassen in Günterstal unter der Leitung von Frau Hassmann-Kube sowie unter deren Nachfolgerin Frau von Forster sind unsere Adressatengruppe und das Ziel unserer Arbeitsweise gleich geblieben: Die Förderung von Kindern mit einer Teilleistungsstörung im Lesen und /oder Rechtschreiben bei durchschnittlich bis guten intellektuellen Fähigkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler, die aktuell die LRS- Klassen
der Karlschule besuchen, haben jede ihre eigene LRS- mit und ohne den bekannten Komorbiditäten wie ADS, ADHS, Entwicklungsverzögerungen und Rechenschwäche. So sind die in diesen Klassen unterrichtenden Kolleginnen stets vor neue Anforderungen gestellt, die mit dem Unterrichten in einer Regelgrundschulklasse kaum zu vergleichen sind.

Wer kommt zu uns und auf welchem Weg?

Aus den Regelgrundschulen, die zum Bereich des Staatlichen Schulamtes Freiburg gehören, können bereits ab dem 1. Schuljahr Kinder zur Überprüfung gemeldet werden. (Link zum Meldebogen)

Mit einem festgelegten Diagnosekanon werden diese überprüft und in einem beratenden Gespräch mit den Eltern die Fördermöglichkeiten besprochen. Wenn eine stark ausgeprägte Teilleistungsstörung festgestellt wird, die eine Umschulung in die LRS- Klassen notwendig erscheinen lässt, so können diese Kinder zum Beginn des neuen Schuljahres oder in dringenden Fällen auch während des laufenden Schuljahres in eine LRS- Klasse aufgenommen werden.

Zum neuen Schuljahr 2017-18 sind noch Plätze vorhanden.

Wie fördern wir?

Auf der Grundlage des gültigen Bildungsplanes der Grundschule ist eine ganzheitliche Förderung unser Ziel:

Aufbau eines stabilen Selbstwertgefühls, die Schaffung motivierender Erfolgserlebnisse, Hilfe beim Abbau von psychosomatischen Störungen und die Verbesserung der Lese- und Rechtschreibfähigkeit.

Daraus ergeben sich für alle Fächer und den gesamten Schulalltag Konsequenzen, die hier aber nur exemplarisch aufgeführt werden können:

Berücksichtigung der Teilleistungsschwächen durch

·         Darbietung des Lernstoffes in kleinen Schritten
Isolierung von Schwierigkeiten

·         Beachtung der oft langsamen Arbeitszeiten, besonders bei Klassenarbeiten

·         Berücksichtigung rascher Ermüdbarkeit und Konzentrationsmängel

 Trainingsangebote

Multisensorische Übungen zur Wahrnehmungsverbesserung
Übungen zur optischen und akustischen Differenzierung
Orientierungsübungen im Raum und am eigenen Körper
Gedächtnisübungen

Ermöglichung von Kompensation

Ansprechen mehrerer Sinneskanäle
Ritualisierung von Lernstrategien

Den Schwerpunkt der Lese - und Schreibförderung bildet der Kieler Leseaufbau von Frau Dr. L. Dummer-Smoch und Frau R. Hackethal:

- Systematische Schulung der Phonem-Graphem-Korrespondenzen
- Übungen in der Wortanalyse durch den Einsatz von Lautgebärden und Silbenteppichen
- Rhythmisch-melodisches Sprechen , Sprechschwingen und Silbenschreiten nach Frau H. Buschmann, Anwendung von Silbenbögen   als Durchgliederungshilfe,  „Pilotsprache“
- 10 Stunden Deutsch pro Woche

Förderung bei Rechenschwäche

Testung durch Frau Laube–Kohlbrenner
Förderung in kleinen Gruppen

Benotung im Fach Deutsch

Grundlage ist die Verwaltungsvorschrift vom 22.August 2008 , Az.: 31-6504.2/534

Intensive Kooperation mit allen an der Erziehung und Förderung der Kinder Beteiligten

·
         regelmäßiger Kontakt mit dem Elternhaus
·         Austausch mit Hort- und / oder Hausaufgabenbetreuung
·
         Austausch mit Therapeutinnen und Therapeuten, Ärztinnen
     und  Ärzten

·
         auf Wunsch der Eltern  Bildung „Runder Tische“ zum Austausch
     mit allen an der Erziehung Beteiligten zum Wohle des Kindes

 Klassen  im Schuljahr 2016-17

Klasse L 2 ,   Klasse L3   , Klasse L3-4 ,  Klasse L4

Für das Schuljahr 2017-18 versuchen wir für Kinder in allen Klassenstufen einen Platz zu finden.

Wie kann es weitergehen?

Für die in unserem Haus arbeitenden Kolleginnen und Kollegen ergab sich aus den Erfahrungen im LRS- Grundschulbereich die Konsequenz, auch im Sekundarbereich die Förderung auszubauen und zu intensivieren, denn ca. 75% unserer Schülerinnen und Schüler benötigen über den Grundschulbereich hinaus weiterhin eine umfassende Begleitung.
Eine Fortführung der Förderung in der Werkrealschule der Karlschule kann inzwischen angeboten werden.

Unsere Aktivitäten in den LRS-Klassen im Schuljahr 2016 -17 :

September:       Einschulungsfeier der neuen Schülerinnen und Schüler

Oktober:             Lirum Larum Lesefest

                               Gemeinsamer Wandertag aller Klassen

November:        Projektwoche in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Freiburg

Dezember:         Ausstellung der Projektergebnisse im Wiehrebahnhof

Januar:                 Theaterbesuch „Kleine Hexe“

                               Jugendverkehrsschule

Februar:              Schulfastnacht

März:                    Projekt gegen sexuellen Missbrauch „Mein Körper gehört mir“ für die 4. Klassen

April:                     Besuch einer Buchhandlung zum Welttag des Buches

Mai:                      Besuch der Stadtbibliothek, Klasse L 4

                               Landschulheim in Titisee, Klasse L 4

                               Lesenacht, Klasse L3

Juli:                        Bundesjugendspiele

 21.7.2017            Sommerfest der LRS Klassen

 vor allen Schulferien:       Schülerbühne

 

 



 

   
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